Month: March 2016

18.3.2016: Der neue Reifenspielplatz

Was in unserem Kindergarten fehlte war etwas, worauf die Kinder herumtollen und – klettern können. Bisher wurden dafür wahlweise die Tische, die Stühle oder wir missbraucht. Vier alte Reifen sollten nun dafür sorgen, dass sich das ändert. Montag fuhren wir die Reifen von der Farm zum Kindergarten. Zunächst legten wir die Reifen in verschiedenen Kombinationen.Die Kinder durften die Parcours durchlaufen und ausprobieren. Am Ende bauten wir aus drei Reifen einen kleinen Turm, auf den die Kinder hochklettern und hinunterspringen konnten. Am nächsten Tag buddelten wir die Reifen schließlich fest ein, sodass sie sich nicht mehr bewegen ließen. Dabei stellten wir einen Reifen quer auf zum Hindurchkriechen und einen Reifen längst zum darüber springen. Die anderen beiden Reifen legten wir davor auf den Boden. Als die Kleinen den Reifenspielplatz am nächsten Tag entdeckten war die Begeisterung groß. Die zwei aufgestellten Reifen wurden direkt als Pferd umfunktioniert.

Damit es auch fleißig läuft, benutzten die Kleinen sogar einen Stock als Peitsche. Doch es brachte nichts: Das Reifen-Pferd bewegte sich keinen Zentimeter. Nur die Reiter stürzten des Öfteren hinunter vom Pferderücken, denn zu zweit ist es auf dem Reifen ganz schön eng. Doch die Reifen eignen sich nicht nur zum Pferdchen reiten! Es macht auch riesigen Spaß hindurch zu krabbeln oder darüber zu springen.

Vor allem die älteren Jungen wurden immer mutiger und ihre Sprünge immer spektakulärer.

Kleiner Kinder wie Josef konnten hier nicht mithalten. Dafür waren sie zu klein oder die Reifen zu groß. Das heißt jedoch nicht, dass sie es nicht fleißig versuchten!

So groß auch die Freude über den neuen Reifenspielplatz war, irgendwie sah er noch recht trist aus: Doch die Lösung für dieses Problem stand schon bereit, in Form von drei Töpfen mit roter, blauer und gelber Farbe. Am Freitag machten wir uns also zusammen daran die Reifen zu bemalen.

Eine halbe Stunde später waren die Reifen kunterbunt und unser Werk vollendet: Der neue Reifenspielplatz ist jetzt nicht nur zum Spielen gut, sondern sieht auch noch toll aus!

Das passt perfekt zu unserer bevorstehenden Osterwoche. Wie der Name schon sagt, Woche dreht sich in dieser Woche alles rund um Ostern.Die Kinder haben noch nie Ostern gefeiert. Die Meisten wissen gar nicht, was das ist und was man an diesem Fest überhaupt macht. Genau das wollen wir den Kindern zeigen. Zusammen bemalen wir Eier und basteln Osternester. Wie es sich für Ostern gehört, gehen wir auch zusammen auf Eiersuche. In den Nestern der Kinder befinden sich dann nicht nur die selbst bemalten Eier, sondern auch ein Apfel (etwas Gesundes muss schließlich sein) und eine Süßigkeit (als absolute Ausnahme!). Was die Kinder von unseren Plänen gehalten haben, ob alles so funktioniert hat, wie wir uns das vorstellt haben und ob die Kleinen auch wirklich alle Nester gefunden haben, davon berichten wir dann nächste Woche! Ihr könnt also gespannt sein. Wir sind es auf jeden Fall.

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10.3.2016: Bunter Schmuck

Was erhältst du, wenn du Öl, Wasser, Salz, Mehl und etwas Lebensmittelfarbe vermischst?  Richtig: Knete! Und was man aus Knete so alles herstellen kann, das ist ja wohl bekannt! IMG_1695Unsere Kleinen waren von dem bunten, weichen Teig begeistert und produzierten fleißig Tiere (am liebsten Schlangen), Figuren oder Autos. Großen Spaß bereitete es ihnen außerdem verschiedene Farben miteinander zu mischen.

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Irgendjemand (wir wissen nicht mehr genau wer es war)begann schließlich aus der Knete eine Uhr zu formen. Die Idee sorgte für große Begeisterung und bald trug jedes Kind nicht nur eine bunte Knet-Uhr, sondern auch einen Knet-Ring. Dabei galt: Je mehr, desto besser! Es dauerte nicht lange, da besaßen manche Kinder nicht nur zwei Uhren, sondern auch an jedem Finger der Hand einen Ring. IMG_1713Allerdings ging es bei dem bunten Schmuck (zumindest größenteils) nicht um Eitelkeit. Das Ganze hatte einen sehr praktischen Hintergedanken. Nun mussten die Kinder, wenn wir unser Lied „Early in the Morning“ singen, nicht mehr so tun, als würden sie auf eine Uhr zeigen, sondern konnten ganz echt auf ihre original Knet-Uhr deuten. Nach der Stunde musste der bunte Schmuck leider weggepackt werden und wurde wieder zu dem, was er am Anfang war: Ein Stück bunte Knete. Da diese während unserer langen Knetstunde jedoch öfter Kontakt mit dem Boden (und dem Sand) hatte, ist sie leider zum kneten nicht mehr zu gebrauchen. Aber die Herstellung von Knete (siehe oben) ist so einfach – da lässt sich das sicher wiederholen. Wir sind schon gespannt, wie ausgefallen der Knet-Schmuck das nächste Mal aussieht!

3.3.2016: Ganz wie die Großen

Egal ob Kinder in Deutschland wohnen, in China oder eben mitten im Busch in Namibia: Alle wollen gerne so sein wie ihre Eltern und lieben es, so zu tun als wären sie schon große Männer – oder Frauen. In diesem Sinne haben unsere Buschmannkinder angefangen sich zwei Tennisbälle unter das T-Shirt zu stecken und so zu tun, als wären das Brüste. Lydia wollte ihre gar nicht mehr hergeben und behielt sie den gesamten restlichen Kindergarten unter ihrem T-Shirt. Irgendwann kam schließlich die grandiose Idee auf, sich ein T-Shirt am Po in die Hose zu stecken, damit der Po so groß ist, wie von den erwachsenen Buschmännern. Bald war das der Renner in der Gruppe und alle liefen nur noch Popo wackelnd durch die Gegend. Mit dabei waren sowohl die Mädchen, als auch die Jungen. Ganz im Zuge der Selbstberechtigung steckte Renate sich das Shirt schließlich auch vorne in die Hose. Lydia schloss sich ihr kurzerhand an. Leider trug sie jedoch einen Rock, weswegen die Wölbung nicht ganz so gut zur Geltung kam. Mit dieser neuen Mode konnte sich Josef jedoch nicht anfreunden: Er ließ sein T-Shirt lieber hinten in der Hose und zeigte uns auch weiterhin stolz seinen großen Po. Mit diesen sehr unterhaltsamen Aktionen haben uns die Kleinen jedoch tatsächlich zu einem neuen Spiel inspiriert: Am nächsten Tag durfte sich jedes Kind sein T-Shirt als Schwänzchen in die Hose stecken und versuchen das Schwänzchen der anderen Kinder zu klauen. Natürlich muss man währenddessen auch gut auf sein eigenes Schwänzchen achten. Ihr könnt es euch sicher denken: Das Spiel kam äußerst gut an, machte den Kindern viel Spaß und sorgte zusätzlich für großes Gelächter.

29.2.2016: Mit Wasser und Farbe

In den letzten Wochen haben wir mit den Kindern viel gemalt. Dabei benutzten wir verschiedene Materialien: Holzstifte, Filzstifte, Waxmalstifte und sogar Fingerfarbe. Heute lernten die Kinder eine weitere, neue Form des Malens kennen. Das Malen mit Wasserfarben. Was für jedes Kind in Deutschland schon früh selbstverständlich ist, mussten wir den Buschmannkindern erst erklären: Mit dem Pinsel in das Wasser und dann in die Farbe. Bevor du eine neue Farbe benutzt, musst du den Pinsel im Wasser dann wieder auswaschen. An diesem letzten Punkt hakte es bei vielen. Deswegen sahen die meisten Farben schon nach kurzer Zeit ziemlich braun aus. Dafür waren die gemalten Bilder wirklich klasse. Das Malen mit Pinseln war etwas Neues und machte großen Spaß. Da wir mehrere Wasserfarb-Kästen besitzen und konnten wir die Gruppe auf zwei Tischen aufteilen. So hatte jeder genug Platz und konnte in Ruhe malen. In Zukunft werden wir es den Kindern jedoch nicht mehr so einfach machen: Dann wird nicht mehr frei drauflos gemalt, sondern es gibt eine Aufgabe, die die Kinder mit dem Bild erfüllen müssen. Mal schauen, ob das dann auch noch so gut funktioniert.